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Unsere Wurzeln

Die Geschichte einer aussergewöhnlichen Bank

  • Suche alternativen Kapitalmarkt

    Die ABS ist in den 1980er Jahren aus ökologisch, alternativ aber auch anthroposophisch orientierten Kreisen entstanden. Nach dem Aufbruch von 1968 wurden neue Lebensformen von der Wohngemeinschaft bis zur Gründung selbstverwalteter Beizen und Betriebe erprobt. Konsequenterweise war man für die Finanzierung dieser Vorhaben auch auf der Suche nach einem eigenen, alternativen Kapitalmarkt; einer der den hohen sozialen und ökologischen Wertvorstellungen genügen sollte.

    Finanzplatz Schweiz im Umbruch

    Die Skandale und Missbräuche rund um den Finanzplatz Schweiz, die in derselben Zeit publik wurden, trugen kräftig dazu bei, die Entwicklung voranzutreiben. Immer mehr Menschen suchten nach Möglichkeiten, ihr Geld ethisch und verantwortungsbewusst anzulegen.

    Gründung des «Trägerschaftsvereins für eine alternative Bank»

    Entscheidend für den Weg zum Erfolg waren schliesslich die Vernetzung mit umweltpolitischen und alternativen Organisationen und die Gründung des «Trägerschaftsvereins für eine alternative Bank» im November 1987. Der Verein sammelte das nötige Aktienkapital und trieb die konkreten Vorbereitungen voran. Nach harter Arbeit und zahlreichen Diskussionsrunden lag ein solides Gesuch vor, dem die Eidgenössische Bankenkommission im Sommer 1990 grünes Licht gab.

    Eröffnung am 29. Oktober 1990

    Am 29. Oktober 1990 eröffnete die Bank mit acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Schalter. Heute beschäftigt die Bank über 80 Personen an vier Standorten. Die ABS hat eine fulminante Entwicklung hinter sich: Die Bilanzsumme hat 2010 die Milliardengrenze überstiegen. Über 4800 Aktionärinnen und Aktionäre und über 30'000 Kundinnen und Kunden aus der ganzen Schweiz tragen heute zum Erfolg der ABS bei. Ihren Wurzeln und Grundsätzen ist und bleibt die Bank trotz Wachstum treu: Alternative Bank Schweiz - Anders als Andere.

  • 1982 zeigt eine Umfrage der Erklärung von Bern, dass in der Schweiz grosses Interesse an einer Bank mit sozialen und ökologischen Zielsetzungen besteht.

    1987 wird die Arbeitsgruppe für eine alternative Bank in der Schweiz (AGAB) gegründet. Die AGAB gründet im November den Trägerschaftsverein für die Alternative Bank Schweiz. Schnell erreicht der Verein eine Mitgliederzahl von 1600 Privatpersonen und 120 Organisationen und Unternehmen.

    1988 findet die erste Generalversammlung des Trägerschaftsvereins statt. Sie beschliesst, die künftige Bank «Alternative Bank» zu nennen und als Rechtsform die Aktiengesellschaft zu wählen. Im Juni beginnt die Sammlung des Aktienkapitals. In Genf und im Tessin werden Sekretariate eröffnet.

    1989 findet die provisorische Annahme der Statuten, der Anlage- und Kreditrichtlinien und der internen Organisations- und Geschäftsreglemente statt.

    1990 wird das Gesuch für die Betriebsbewilligung und Eröffnung der Alternativen Bank ABS bei der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) eingereicht. 2700 Privatpersonen, Organisationen und Betriebe hatten ein Aktienkapital von 9.5 Mio. Franken gezeichnet - 4.5 Mio. Franken mehr als gesetzlich erforderlich. Im August liegt die Bewilligung der EBK vor. Die ABS öffnet am 29. Oktober ihre Schalter in Olten.

    1991 schliesst die ABS das Geschäftsjahr mit einer Bilanzsumme von 57 Mio. Franken und einem Verlust von 756 000 Franken ab. Die Anzahl Kundinnen und Kunden beträgt 3750, die der Kreditkundinnen und -kunden 103.

    1992 wird die französischsprachige Sektion des Trägerschaftsvereins in Form der «Association romande pour la promotion de la Banque alternative BAS» neu belebt. Das Geschäftsjahr der Bank schliesst mit einem Reingewinn von 267 000 Franken und einer Bilanzsumme von 92 Mio. Franken ab.

    1993 kann der Verlustvortrag der Bank vollständig abgebaut werden. Eine erste Aktienkapitalerhöhung beginnt.

    1994 schliesst die ABS mit einem Reingewinn von 291 000 Franken ab. Erstmals können 100 000 Franken in den statutarisch definierten Förderfonds gelegt werden.

    1995 wird das Fünf-Jahre-Jubiläum der Bank gefeiert. Die ABS hat eine Bilanzsumme von 185 Mio. Franken, 9300 Kundinnen und Kunden und 350 Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer.

    1996 schliesst sich die ABS ans SIC (Swiss Interbank Clearing) an, wodurch eine schnellere Abwicklung des Zahlungsverkehrs erreicht wird. Der Verein Innovationsfonds löst den Förderfonds ab.

    1997 wird die ec-Bancomat-Karte für die Kundinnen und Kunden der ABS eingeführt. In Lausanne wird die ABS-Vertretung eröffnet.

    1999 nimmt der ABS-Personalbestand um 36% zu. Die Bankinformatik wird vollständig erneuert.

    2000 kann das 10-jährige Bestehen mit einem erfolgreichen Geschäftsabschluss gefeiert werden. Aus dem Jahresgewinn von knapp 600 000 Franken wird erstmals eine Dividende ausgeschüttet.

    2001 steigt die Bilanzsumme auf eine halbe Milliarde Franken (+13%), und die bewilligten Kredite erreichen 512 Mio. Franken (+18%). Die Geschäftsleitung wird auf drei Mitglieder erweitert.

    2002 startet der Vertrieb der beiden nachhaltigen Sarasin-Anlagefonds «OekoSar Portfolio» und «ValueSar Equity». Ein neues Lohnsystem wird ausgearbeitet.

    2004 lanciert die ABS erfolgreich ihre ABS-Hypothek auf der Basis des ABS-Immobilien-Ratings. Die Generalversammlung stimmt der neuen Dividendenpolitik und der Abschaffung der Dividendenobergrenze zu.

    2005 eröffnet die ABS die Kontaktstelle in Bellinzona und ist damit in allen Sprachregionen präsent. Die Zahl der Kundinnen und Kunden übersteigt 20 000. Für ihre vorbildliche Gleichstellungspolitik erhält die ABS den «Prix Egalité». Eine externe Ethikkontrollstelle ersetzt den Ethischen Rat. Die Bilanzsumme wächst um 6,5% auf 691 Mio. Franken.

    2006 feiert die ABS ihr 15-jähriges Bestehen. Die «Geschichte einer aussergewöhnlichen Bank» erscheint in Buchform. Die ABS tritt der europäischen Vereinigung der ethischen und alternativen Banken FEBEA bei. Die erweiterte Kontaktstelle Zürich wird eröffnet.

    2007 tritt die ABS dem Esprit-Bankenverbund bei und führt das neue Bankensystem «Finnova» ein. Die Bilanzsumme steigt auf CHF 772 Mio.

    2008 prägt das Wort «Finanzkrise» die Schlagzeilen. Die Grossbank UBS erhält Staatshilfe in Milliardenhöhe. Die ABS verzeichnet einen überdurchschnittlich starken Zugang an neuer Kundschaft und Neugeld. Sie stellt die Mitwirkung der Mitarbeitenden auf eine erweiterte institutionalisierte Grundlage. Als erste Bank der Schweiz errechnet sie präzise die CO2-Auswirkungen ausgewählter Kreditbereiche.

    2009 bezieht die ABS ihren neuen Hauptsitz in Olten. Es ist der erste Verwaltungsbau im Minergie-P Standard im Kanton Solothurn. Die Firmenbezeichung wechselt von «Alternative Bank ABS» zu «Alternative Bank Schweiz AG». Die Bilanzsumme steigt auf 925 Millionen Franken.

    2010 feiert die ABS ihr 20-Jahr-Jubiläum. Sie eröffnet im März ein neues Beratungszentrum in Zürich. Im letzten Quartal verzeichnet die Bank gleich zwei Rekorde: Sie überschreitet die Bilanzsumme von einer Milliarde Franken und begrüsst den 25 000. Kunden in der Schalterhalle in Olten.

    2011 verabschiedet die GV ein neues Leitbild, und der Verwaltungsrat erarbeitet auf dieser Grundlage eine neue Strategie. Die ABS positioniert sich als die führende und glaubwürdige Anbieterin von ausschliesslich ethisch ausgerichteten Bankgeschäften.

    2012 führt die ABS ein Instrument ein, mit dem Bauvorhaben, die der Zersiedelung Vortrieb leisten, von der Kreditvergabe ausgeschlossen werden können. Für die konsequente Umsetzung des Leitbilds im Geschäftsalltag belegte sie den zweiten Platz beim ZKB Nachhaltigkeitspreis für KMU.

    2013 überarbeitet die ABS ihren Unternehmensauftritt komplett: Ein sanft angepasstes Logo, neue Schriften, frische Farben und Bildwelten bringen die Marke ABS und ihre Einzigartigkeiten noch besser zum Ausdruck. Ende Jahr begrüsst die ABS ihre 30'000. Kundin.