Aktuelle Meldungen

30.11.2016

Basimilch - Pioniere entwickeln die zukunftsfähige Landwirtschaft

Milch kann man abonnieren. Die Genossenschaft Basimilch aus Dietikon macht dies möglich. Die 90 Abonnentinnen und Abonnenten erhalten einmal wöchentlich Milch und Milchprodukte vom Biohof «im Basi». Zur Zeit verarbeiten sie die Hälfte der gesamten Milchmenge zu Produkten für die Abos. In Zukunft möchten sie aber die gesamte Milch dafür einsetzen. Deshalb muss die Abozahl verdoppelt und Käse vorproduziert werden. Dafür sammeln sie auf 100-days.net 20'000 Franken. Die ABS unterstützt das Projekt mit 1000 Franken.

Basimilch ist eine Genossenschaft, die Städter und Bauern vereint. Sie stellt biologische Milchprodukte handwerklich her, welche wöchentlich an Abonnentinnen und Abonnenten verteilt werden. Die anfangs 2016 gegründete Genossenschaft hilft, dass die Bauern von den Marktzwängen befreit werden und ihre Arbeit besser planen können. Dazu kommt, dass die Städter einen direkten Bezug zum Hof, den Tieren, den Bauern und den Käserinnen haben.

Das Milchabo

Das System ist einfach - will man ein Milchabonnement lösen, muss man automatisch Genossenschaftsmitglied werden. Pro vier Liter Milch, kauft der Abonnent oder die Abonnentin Anteilsscheine im Wert von 300 Franken. So kann jede und jeder mitreden. Damit die Leute sehen, woher die Produkte stammen, gibt es pro vier Liter im Abo zwei halbe Tage Mitarbeit zu absolvieren. Die Menschen schätzen diese Freiwilligeneinsätze und lernen die Tiere und Menschen auf dem Hof kennen. Die Produkte werden in acht verschiedene Depots geliefert, wo die Abonnentinnen und Abonnenten ihre Ware abholen können. Die Abozahl von heute 90, soll im 2017 auf 180 verdoppelt werden.

Der Hof 

Die Produkte stammen vom Biohof «im Basi» der von Anita Triaca und Fabian Brandenberger geführt wird. 22-25 gehörnte Kühe leben auf dem Hof in Dietikon. Die Bauernfamilie produziert mit ihren Angestellten eine grosse Auswahl an Milchprodukten. In der Hof eigenen Käserei entstehen Weich- und Hartkäse, verschiedene Joghurts und Quark. Zur Zeit wird die Hälfte der gesamten Milch zu den Produkten für die Milchabos verarbeitet, die andere Hälfte wird zu tieferen Preisen an die Industrie verkauft. Das Ziel der Genossenschaft ist es nun die gesamte Milch des «Basi Hofs» zu Produkten für die Abonnentinnen und Abonnenten zu verarbeiten. Um die grössere Kundenzahl versorgen zu können, müssen sie viel Käse vorproduzieren. Zu Vorfinanzierung der Käse sammelt die Genossenschaft 20'000 Franken auf 100-days.net.

Die ABS unterstützt das Projekt mit 1000 Franken. Sie boostet 2016 jeden Monat ein besonders ökologisches und soziales Projekt auf der Crowdfunding-Plattform 100-days.net. Das Genossenschaftsprojekt ermöglicht den Bauern ihre Milch zu einem guten Preis zu verkaufen und fördert die Verbindung zwischen Stadt und Land.

Weitere Informationen:

Das Projekt boosten auf 100-days.net: http://www.100-days.net/de/projekt/kaese-fuer-eine-schoene-welt