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17.05.2017

ZU KLIMARISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN FRAGEN SIE IHRE BANK

Schweizer Anlegerinnen und Anleger investieren in beträchtlichem Ausmass in CO2-intensive Unternehmen. Mit mehr Transparenz können Banken aufzeigen, in welchem Umfang Klimarisiken in Anlagen enthalten sind. Die Alternative Bank Schweiz weist deshalb den CO2-Fussabdruck ihres gesamten Anlagegeschäfts aus.

Schweizer Banken tragen massiv zum Klimawandel bei: Allein dem Markt für Aktienfonds können gleich viele Treibhausgasemissionen zugerechnet werden wie die Schweiz als Land jährlich ausstösst. Dies zeigt eine im Oktober 2015 publizierte Studie des Bundesamts für Umwelt (BAFU).«Würden alle Investoren weltweit so investieren wie jene in der Schweiz, dann müssten wir uns auf einen globalen Temperaturanstieg von 4 bis 6 Grad einstellen», lautet das Fazit der BAFU-Studie. Anlegerinnen und Anleger am Schweizer Finanzplatz investieren also in beträchtlichem Ausmass in CO2-intensive Unternehmen. Den wenigsten dürfte dies bewusst sein, denn bisher fehlt es seitens der Banken an der nötigen Transparenz darüber, was die Klimaauswirkungen von Geldanlagen effektiv sind.

Der Klimawandel stellt für Anlegerinnen und Anleger dabei zusehends ein finanzielles Risiko dar: Fehlbewertungen von Unternehmen, die grosse Reserven an fossilen Brennstoffen halten oder in CO2-intensiven Sektoren tätig sind, führen zu einer sogenannten Kohlenstoffblase (Carbon Bubble). Platzt diese, zum Beispiel weil die Gesetzgebung strenger wird, drohen finanzielle Verluste. Banken sind in der Pflicht, ihre Kundschaft über Risiken, auch klimabedingte, aufzuklären.

Die Alternative Bank Schweiz ist in diesem Bereich Vorreiterin. Sie hat als erste Schweizer Bank in Zusammenarbeit mit der South Pole Group den CO2-Fussabdruck ihres gesamten Anlagegeschäfts analysiert und ausgewiesen. Resultat: Dank einem sorgfältig nach sozial-ökologischen Kriterien ausgewählten Anlageuniversum verursacht ein ABS-Anlageportfolio durchschnittlich 50% weniger CO2-Emissionen als ein vergleichbarer Standardindex. Über 400 Titel wurden seitens South Pole Group einer CO2-Analyse unterzogen, die sowohl direkte wie auch indirekte Emissionen berücksichtigt. Dies zeigt nicht nur, dass die ABS transparent ist, sondern auch, dass sie durch ihre Anlagepolitik bewusst Klimarisiken minimiert.

«Die Alternative Bank Schweiz geht durch die direkte Berechnung des Klimafussabdrucks ihres gesamten Anlageuniversums mit gutem Beispiel voran. Dadurch zeigt sie, in welchem Umfang Klimarisiken im Anlagegeschäft enthalten sind», bestätigt Dr. Max Horster, Partner Financial Industry bei der South Pole Group. Transparenz helfe den Anlegerinnen und Anlegern, bewusst Entscheide für oder gegen klimaintensive Wertschriften zu fällen. Michael Diaz, Leiter Bereich Anlegen bei der ABS und Mitglied der Geschäftsleitung, ergänzt: «Noch wichtiger ist uns zu zeigen, dass der Schweizer Bankenplatz eine aktive Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielen kann.»

Weiterführende Links
- Geschäftsbericht: www.abs.ch/berichte
- South Pole Group: http://www.thesouthpolegroup.com/de