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Solare Innovation

Kredit für Jungunternehmer: Dank einem

Förderdarlehen der ABS mit Unterstützung

des Vereins Innovationsfonds im Umfang

von 80 000 Franken konnte die Solaranlage

in Cudrefin ausgebaut werden, die Strom für

400 Solarvignetten liefert. Eine Solarvignette

deckt den jährlichen Strombedarf eines Elek-

trovelos oder anderen Elektrogeräts. Die

Vignette kostet 50 Franken. Damit erhalten

Sie 45 kWh Solarstrom pro Jahr. Die Solar-

vignette kann unter

www.solarvignette.ch

be-

zogen werden.

Verbindende Projekte

in Palästina und Israel

Die Frauen für den Frieden organisieren am

24. September eine Tagung zum Thema «Ge-

teilte Hoffnung ist doppelte Hoffnung – Ver-

bindende Projekte in Palästina und Israel» im

Johannes-Calvin-Kirchgemeindehaus in Bern.

Über neue grenzübergreifende Perspektiven

diskutieren die Friedensaktivistinnen Viola

Raheb aus Palästina und Molly Malekar aus

Israel. Zudem wird über medizinische Hilfe

in Gaza und ein gemeinsames Wasserprojekt

orientiert.

Weitere Informationen:

www.frauenfuerdenfrieden.ch, tagung-pi@bluewin.ch

, Telefon 062 877 20 50,

Frauen für den Frieden Schweiz, 8604 Volketswil

Das Recht auf Nahrung

«Widerspruch» thematisiert in der 47. Aus-

gabe das «Agrobusiness – Hunger und Recht

auf Nahrung». Arundhati Roy berichtet, wie

Wasserkraft- und Energiekonzerne im Zu-

sammenspiel mit der indischen Regierung,

der Weltbank und den internationalen Ban-

ken die Bevölkerung der alten Stadt Harsud

zwangen, dem Bau des Narmada-Sagar-Stau-

damms zu weichen. Auch das alltägliche

stille Massaker durch Armut und Hunger

ist gemäss Jean Ziegler, Uno-Sonderbericht-

erstatter für das Recht auf Nahrung, weder

ein Schicksalsschlag noch eine Naturkatas-

trophe, sondern von Menschen gemacht,

von Staaten und Institutionen ohne jegliche

Beachtung von Menschenrechten hingenom-

men. Zu lesen ist auch über Samir Amin

und die weltweite Kleinbauernbewegung Via

Campesina, welche verstärkt für die Ernäh-

rungssouveränität der Entwicklungsländer

kämpfen, die durch die aggressiven Export-

strategien des Agrobusiness untergraben

wird. Der liberalisierte Agrarhandel hat, wie

Marianne Hochuli darlegt, in vielen Entwick-

lungsländern die Armut nicht vermindert,

sondern verstärkt.

«Widerspruch» 47,

www.widerspruch.ch, vertrieb@widerspruch.ch,

Telefon 044 273 03 02

24

// DIE LETZTE

//__

Der KV Schweiz, der sich als Verband mit

innovativen Projekten für gleiche Entwick-

lungschancen der weiblichen Angestellten

einsetzt, hat dieses Jahr zum dritten Mal den

«Prix Egalité» verliehen; im Zentrum dieser

Auszeichnung stehen nicht einzelne Frauen-

förderungsprojekte, sondern preiswürdig sind

Unternehmen und Verwaltungen mit einer

konsequent auf Gleichstellung ausgerichte-

ten Firmenpolitik. An der Umfrage beteilig-

ten sich 275 Unternehmen. Ausgezeichnet

wurden die ABS in der Kategorie kleine Un-

ternehmen, der Verkehrsclub Schweiz VCS,

Bern und Herzogenbuchsee, in der Katego-

rie mittelgrosse Unternehmen, die Direktion

für Entwicklung und Zusammenarbeit Deza,

Bern, in der Kategorie grosse Unternehmen,

öffentliche Verwaltungen und Unternehmen

mit öffentlichem Auftrag und schliesslich als

grosses privatwirtschaftliches Unternehmen

die Bank Coop AG, Basel. Zwei Banken, die

beide für ihre Gleichstellungspolitik ausge-

zeichnet werden – das ist ein gutes Zeichen.

Noch sind im Bereich Finanzdienstleistungen

im mittleren und oberen Kader die Frauen

stark untervertreten, sagte Susanne Erdös ein-

leitend; aber die Zeichen mehrten sich, dass

das Thema Frauenförderung an Aktualität

gewinne, nicht zuletzt im Hinblick auf den

prognostizierten Arbeitskräftemangel in den

nächsten zehn, fünfzehn Jahren. Noch vor

wenigen Jahren sei das öffentliche Interesse

für Gleichstellungsfragen gering gewesen,

aber nun werde wieder über gezielte Weiter-

bildung der Frauen, über die Vereinbarkeit

von Beruf und Familie und über Teilzeitarbeit

auch für Väter nachgedacht.

In einer kurzen Präsentation gaben die

vier preisgekrönten Unternehmen einen

Überblick über bereits Erreichtes und noch

Geplantes. Bei der ABS und auch beim VCS

arbeiten insgesamt mehr Frauen als Männer,

im mittleren Kader ist das Verhältnis Frauen–

Männer ausgewogen, und in der Geschäftslei-

tung sind die Frauen gut vertreten. Beim Deza

und bei der Bank Coop sind die Mitarbeiten-

den je etwa zur Hälfte Frauen und Männer, im

mittleren Kader und in der Geschäftsleitung

sind die Frauen dagegen noch in der Minder-

heit. Teilzeitarbeit für beide Geschlechter,

grosszügige Arbeitszeitregelungen für Müt-

ter und Väter, Kinderkrippen, Geschlechter-

quoten, grosszügige Weiterbildungsmöglich-

keiten, gezielte Laufbahn- und Nachfolge-

planung, Mentoringprogramme, Anrechnung

von Betreuungsaufgaben bei der Lohnfest-

setzung – das sind konkrete Massnahmen, die

im einen oder anderen preisgekrönten Unter-

nehmen bereits zur Anwendung kommen.

Der «Prix Egalité», so Susanne Erdös, hat

Auswirkungen: Er ist fast schon ein Gütesie-

gel, das auch in Stelleninseraten gute Figur

macht. Damit wird gegen aussen gezeigt, dass

Gleichstellung systematisch angegangen und

zum Erfolg führen kann. Claudia Nielsen, VR-

Präsidentin der ABS, freut sich über den Preis,

auch wenn er für sie nicht völlig überra-

schend kommt. «Bei uns können sich nicht

nur die Instrumente sehen lassen, sondern

auch das Resultat unserer Gleichstellungs-

bemühungen.» Dennoch ist es damit nicht

getan: «Gleichstellung ist jeden Tag Arbeit.»

Für Roswitha Kick, die seit vier Jahren die

Fachstelle Personal der ABS leitet, ist der Preis

«eine ganz grosse und erfüllende Anerken-

nung und stimmig für die zentrale Ausrich-

tung der Bank.» Gleichberechtigung und

Chancengleichheit in einem umfassenden

Sinn sind ihr persönlich ein zentrales Anlie-

gen. Wichtig war für sie die Überprüfung der

Gleichstellungsmassnahmen der ABS, für sie

eine Bestätigung, dass der eingeschlagene

Weg richtig sei. «Bei der ABS geht die Perso-

nalarbeit weit über das Administrative hin-

aus», sagt Roswitha Kick, «und natürlich

werden wir uns nicht einfach auf den Lor-

beeren ausruhen, sondern sensibel bleiben

auch für die verdeckten Formen von Benach-

teiligung.

__//

Charlotte Spindler

charlotte.spindler@bluewin.ch

«Prix Egalité» für die ABS

VORBILDLICHE FRAUENPOLITIK__

Am 2. Juni, im Monat des denkwürdigen Frauen-

streiktags 1991, hat die Alternative Bank ABS für ihre vorbildliche betriebliche

Gleichstellungspolitik den «Prix Egalité» erhalten.

Sie nahmen den Preis der

ABS entgegen. V.l.n.r.:

Bruno Bisang, Christina

von Passavant, Claudia

Nielsen, Monika Bär, Edy

Walker, Anita Wymann

und Roswitha Kick.

Foto: Sabina Bobst