Table of Contents Table of Contents
Previous Page  20 / 24 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 20 / 24 Next Page
Page Background

moneta 4—2016

die Seiten der abs

20

Kredite für

indigene

Kleinbauern

In Ecuador finanziert Oikocredit unter

anderem die indigene Spar- und Kredit­

genossenschaft

COAC

Ambato. So

bekam auch Maria Digna Remache Chato

einen Kredit für ihren Gemüseanbau.

Als sie vor zwölf Jahren den ersten Antrag

stellte, hatte sie noch keinerlei materielle

Sicherheiten vorzuweisen und bekam

trotzdem eine Chance. «Die Kooperative

half, wie es keine Bank getan hätte»,

sagt sie.

Das Oikocredit-Förderkonto

Sparerinnen und Sparer zahlen bei der

ABS

Geld auf das Oikocredit-Förderkonto

ein. Wie bei jedem anderen Konto garan­

tiert die Bank die Sicherheit der Gutha­

ben. Im Rahmen der Partnerschaft vergibt

die

ABS

ein Darlehen in der Höhe der

angelegten Gelder an Oikocredit Interna­

tional mit Sitz in den Niederlanden.

Mehr dazu finden Sie im Flyer, der dieser

moneta beiliegt.

Gemeinsam mehr

erreichen

Die Alternative Bank Schweiz

AG

und die soziale Investment­

genossenschaft Oikocredit gehen eine Partnerschaft ein. Gemein­

sam lancieren wir ein neues Produkt, das die nachhaltige

Entwicklung in Schwellen- und Entwicklungsländern fördert.

Wer ist die neue Partnerin, und was macht sie?

Text: Sarah Eggo, Foto: Opmeer Reports

Seit über vierzig Jahren vergibt Oikocredit Darlehen und

Kapitalbeteiligungen an Partner in Entwicklungs-

und Schwellenländern. Zu den aktuell fast 800 Partner­

organisationen in über siebzig Ländern gehören

beispielsweise Mikrofinanzinstitutionen wie Spar- und

Kreditgenossenschaften, Landwirtschaftskoope­

rativen, Bildungsinstitutionen oder Projekte im Bereich

erneuerbare Energien. Oikocredit wählt ihre Partner

nach ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Krite­

rien aus und achtet darauf, dass die investierten

Gelder einen nachhaltigen Nutzen für benachteiligte

Menschen haben. Zudem unterstützt Oikocredit

breite Beteiligungsstrukturen, bei denen insbesondere

Frauen einbezogen sind. Die Genossenschaft strebt

nicht maximale Gewinne an, sondern verfolgt Ziele wie

Transparenz, Mitbestimmung, Solidarität, Förderung

von Selbsthilfe und Wohl der Gemeinschaft. Die Vision

von Oikocredit ist «eine gerechte internationale Ge­

sellschaft, in der die Ressourcen nachhaltig geteilt wer­

den und alle Menschen die Möglichkeit haben, ein

Leben in Würde zu gestalten».

Dezentrale Struktur mit Schweizer Verankerung

Oikocredit International mit Hauptsitz in den Niederlan­

den wurde 1975 gegründet und gehört heute zu den

weltweit führenden privaten Institutionen zur Finanzie­

rung nachhaltiger Entwicklung. Privatpersonen und Insti­

tutionen können bei Oikocredit Geld nachhaltig anle­

gen. In der Schweiz ist die Organisation sowohl im

französischen wie im deutschen Sprachraum tätig. Die

beiden Zweigorganisationen verwalten das Geld

treuhänderisch und vertreten die Interessen ihrer Mit­

glieder in Oikocredit International. Darüber hinaus

sensibilisieren sie Menschen mit Öffentlichkeitsarbeit

für einen nachhaltigen Umgang mit Geld.

Ein neues Produkt

Sowohl die

ABS

als auch Oikocredit bieten die Mög­

lichkeit, Geld nachhaltig anzulegen. Beide Organisatio­

nen investieren das Kapital der Anlegerinnen und

Anleger nach ökonomischen, ökologischen und sozialen

Kriterien. Jetzt lanciert die

ABS

ein neues Produkt:

das Oikocredit-Förderkonto. «Wir haben uns zum Ziel

gesetzt, dass jeder Franken, der uns anvertraut

wird, einen Beitrag für eine bessere Welt leistet. Mit

dem Oikocredit-Förderkonto bieten wir unseren

Kundinnen und Kunden eine einmalige Gelegenheit,

Geld sicher zu sparen und gleichzeitig etwas Gutes

zu tun», sagt Martin Rohner, Vorsitzender der

ABS

-Ge­

schäftsleitung. «Die

ABS

und Oikocredit teilen die

gleiche Wertebasis. Beide sind wir Pioniere auf unserem

Gebiet und seit der Gründung einer konsequenten

sozial-ökologischen Ausrichtung treu», ergänzt

Silvio Krauss, Geschäftsführer von Oikocredit deutsche

Schweiz.

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

Maria Digna Remache Chato in ihrem Randenfeld.