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moneta 4—2016

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Thinking People Before Profit

«Banking on Values» entwickelt sich zu einer sozialen Be­

wegung: Mehr als fünf MillionenMenschen haben am

20. Oktober unter demHashtag #BankingOnValues in den so­

zialenMedien kundgetan, was soziales und ökologisches

Banking für sie bedeutet. Ob in Form eines Bildes oder eines

kurzen Tweets, die Impressionen vom Banking-On-Values-Tag gingen um die Welt. Die Kampagne soll junge Leute dazu

anregen, darüber nachzudenken, wo ihr Geld hinfliesst und

welche Wirkung es hat.

Initiantin der weltweiten Kampagne, die dieses Jahr zum

drittenMal stattgefunden hat, ist die Global Alliance for

Banking on Values. 37 Banken aus über 30 Ländern auf der

ganzen Welt gehören dem unabhängigen Netzwerk an, zu des­

sen Gründern die

ABS

gehört. Bei all ihren Geschäften stellen

die Mitgliederbanken der Alliance die Bedürfnisse der Men­

schen und der Umwelt ins Zentrum. So setzen sie sich gemein­

sam für eine lebenswerte Welt ein – heute und in Zukunft.

(se)

www.gabv.org

Flüchtlingewillkommen

Der Verein Social Fabric setzt sich für eine umweltfreundliche

und ethisch vertretbare Herstellung von Kleidern ein und

bietet in seinen Räumlichkeiten in Zürich Nähkurse an.Mit

dem Projekt «Refugees Welcome» engagiert sich Social

Fabric auch für die Integration von Flüchtlingen. Der Verein

bietet Praktika an, in denen Flüchtlinge T-Shirts und an­

dere textile Produkte entwerfen. Das Pilotprojekt soll bald

zu einem umfassenden Programm ausgebaut werden,

in dem Flüchtlinge berufliche Fertigkeiten und unternehme­

rische Fähigkeiten erwerben, um sich in der Schweiz oder

in ihren Heimatländern selbstständig zu machen.Wer das Pro­

jekt unterstützen möchte, kann ehrenamtlich mitarbei­

ten, einen Beitrag spenden oder eines der im Pilotprojekt ent­

worfenen T-Shirts kaufen. Diese sind imOnline-Shop

von Social Fabric erhältlich.

(kw)

www.refugees-welcome.ch

,

www.socialfabric.ch

Zwei neue kollektive

Bauernhöfe

Zurück zur Natur: Das ist das Motto von zwei neuen Kollektiv­

projekten in der Westschweiz, die zumMitmachen ein­

laden. Oberhalb von Lausanne haben die sechs Mitglieder

des Kollektivs Rovéréaz Ferme agroécologique einen

Bauernbetrieb übernommen mit dem Ziel, Gemüse biologisch

anzubauen. Der landwirtschaftliche Betrieb wurde im

September aufgenommen; ein zuvor angelegter Permakul­

tur-Gemüsegarten hat bereits eine erste Ernte hervorge­

bracht. In Meinier im Kanton Genf produziert ein Kollektiv von

jungen Bäuerinnen und Bauern auf dem Biohof La Touvière

Obst, Gemüse, Getreide, Eier, Honig und Wein. Ein Ziegenstall

und eine Käserei sind im Bau.Beide Projekte entsprechen

dem Bedürfnis von Konsumentinnen und Konsumenten, die

Herkunft von Nahrungsmitteln zu kennen, einen direkten

Kontakt zu den Bauern zu haben und eine ethische Landwirt­

schaft zu unterstützen, die der Natur und den Tieren Sorge

trägt.

(mr)

www.rovereaz.ch, www.touviere.ch

Social Fabric organisiert Design- und Nähkurse für Flüchtlinge.

Erste gemeinsame Arbeiten auf dem Biohof «Rovéréaz»

im Frühjahr 2016.

© Social Fabric

© Rovéréaz Ferme agroécologique