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Thema Vernetzt

moneta 3—2017

14

7.

The FirstMicro­

finance Bank,

Afghanistan

Zahra lebt mit ihren fünf Kindern in einem

Dorf in der afghanischen Provinz Balch.

Sie stellt Plastikblumen, -girlanden

und -bouquets her, die sie in der Provinz-

hauptstadt auf demMarkt verkauft.

Ermöglicht wird ihre selbstständige Tätig-

keit durch Mikrokredite von The First

Microfinance Bank, die rund 2500 Kleinst­

unternehmerinnen und -unternehmer

finanziert; mehr als ein Drittel sind Frauen.

Zahra kann mit ihremMikrounter­

nehmen nicht nur ihre Existenz sichern,

sondern auch die Ausbildung ihrer

Kinder finanzieren.

6.

First Green Bank,

USA

Das «Green» imNamen der ökologischen

Bank in Florida hat seit Kurzem eine

neue, zusätzliche Bedeutung: Sie bietet

ihre Dienstleistungen Unternehmen

an, die mit dem Anbau und Vertrieb von

Medizinalhanf zu tun haben. Zwar

sind diese Geschäfte im Staat Florida

legalisiert, da die Wirksamkeit von

Cannabis unter anderem in der Schmerz­

therapie gut nachgewiesen ist;

dennoch haben viele Firmen grosse

Schwierigkeiten, eine Bank zu finden.

Hauptproblem ist, dass der Anbau

und Verkauf von Cannabis auf Bundes­

ebene verboten bleibt.

6.

8.

9.

5.

5.

LAPO

Microfinance

Bank,Nigeria

Die

LAPO

Microfinance Bank hat in Part-

nerschaft mit der nigerianischen Regierung

ein Ausbildungsprogramm entwickelt,

das jungen Erwachsenen ein finanziell un-

abhängiges Leben ermöglichen will. Ver­

mittelt werden unternehmerische und fach-

liche Kompetenzen, beispielsweise in

den Bereichen

IT

, Modedesign, Kosmetik,

Gastronomie, Event-Management. Die

jungen Erwachsenen nehmen mindestens

sechs Monate am Ausbildungsprogramm

teil, anschliessend können sie für den Start

in die Selbstständigkeit einen Antrag

auf einen Mikrokredit stellen.