Umweltfreundliche Wohnungen im Dienste der Gemeinschaft

«Das Darlehen der ABS hat es uns ermöglicht, eine ökologische und partizipative Wohnbaugenossenschaft ins Leben zu rufen.»
Léa Pönitz, Präsidentin des Verwaltungsrats der Genossenschaft La Bistoquette

In Plan-les-Ouates (GE) hat die Genossenschaft «La Bistoquette» 2025 drei Wohngebäude realisiert, die von und für ihre 250 Bewohnerinnen und Bewohner konzipiert wurden. «Schon zu Beginn des Projekts im Jahr 2017 war es das Ziel, eine umweltbewusste und partizipative Struktur zu schaffen», erklärt Léa Pönitz, Vorsitzende des Verwaltungsrats der Genossenschaft. Neben der sorgfältigen Auswahl der Materialien hat die Genossenschaft beschlossen, ihr Abwasser selbst aufzubereiten: Urin wird zu Dünger verarbeitet, Fäkalien werden in einem Wurmfilter abgebaut und Grauwasser wird durch Pflanzenfilter gereinigt. «Das System unterhält sich praktisch selbst», erklärt Léa Pönitz. Eine weitere Innovation: La Bistoquette nutzt direkt die Abwärme eines in der Garage der Genossenschaft untergebrachten Rechenzentrums von Infomaniak, einem Genfer Unternehmen für IT-Dienstleistungen.
La Bistoquette zeichnet sich auch durch ihre Organisationsform aus. Denn das Entscheidungssystem basiert auf dem Konsentprinzip. Etwa 15 Arbeitsgruppen gestalten das Gemeinschaftsleben und befassen sich mit Themen wie Mobilität, Zusammenhalt oder organisatorischen Fragen. «Wirklich alle haben Mitspracherecht. Dabei werden keine Unterschiede gemacht», betont Léa Pönitz.
Das Projekt im Umfang von rund 50 Millionen Franken wurde zu 90 Prozent durch Darlehen der Alternative Bank Schweiz AG (ABS) finanziert. «Wir haben uns schnell für eine Zusammenarbeit mit der ABS entschieden, weil wir dieselben Werte teilen – ein entscheidender Aspekt bei einem Projekt wie unserem», erklärt Kassier Maurice Gardiol.


